Meine erste Uniwoche ist jetzt vorbei und hier möchte ich ein paar Eindrücke mit euch teilen. Der Campus unserer Uni ist riesig und an einem Berghang gebaut. Überall sind Treppen, das heißt sehr viel Beintraining. Zum Glück haben wir auch fast überall Rolltreppen, die aber unter der Woche ab 22 Uhr abgeschaltet werden.

Viele Klassenzimmer, die Cafeterias und andere Gebäude sind mit Klimaanlagen. Manchmal braucht man sogar einen Pulli, damit es nicht zu kalt wird. Unser Hauptgebäude hat außerdem eine kleine Mall eingebaut mit einer Poststelle, Copyshops und unzähligen Cafes und Restaurants zum Mittagessen. Über den Campus verteilt findet man auch einige kleine Selbstbedienungs-Supermärkte, sowas würde ich mir auch für unsere Uni in Deutschland wünschen!
Meine bisherigen Vorlesungen waren alle in Präsenz, dauern zwischen 1h und 3h und finden in Klassenräumen mit maximal 40 Studenten statt. Die Atmosphäre ist ganz angenehm und die meisten Profs sind sehr jung und können gut Englisch sprechen. Ich belege einen Koreanisch Sprachkurs, Entwicklungspsychologie, Psychometric Theory und einen Large Language Model AI Kurs. Bisher wurden die Kurse nur vorgestellt und wirken laut dem Kursprogramm alle relativ anspruchsvoll, wobei in manchen Kursen bereits klar gemacht wurde, dass wir als Austauschstudenten nicht mit demselben harten Notensystem bewertet werden, wie die koreanischen Studenten.
Hier gibt es nämlich keine absoluten Noten, sodass jeder mit 80 / 100 Punkten zum Beispiel die gleiche Note bekommt, sondern es hängt davon ab, wie gut die anderen im Kurs abgeschnitten haben. Die obersten 10% kriegen dann A+, die nächsten 10% A und so weiter. Das heißt, dass man auch mit einer hohen Punktzahl eine echt schlechte Note bekommen kann. Bei Austauschstudenten allerdings haben Professoren ein wenig mehr Spielraum, den sie auch nutzen, wenn sie nett sind.
Was war sonst noch diese Woche los?
Wir waren in einer riesigen Mall und haben ein paar Einkäufe getätigt. Ich hab mir eine Schreibtischlampe geholt, damit ich abends noch lesen kann, eine Trinkflasche und so ein paar andere Basics. Dieses Shoppingzentrum, ein paar Busstationen von uns entfernt hat mehr als 10 Etagen und auch noch einige, welche unter der Erde liegen. Sowas habe ich vorher bisher noch nicht gesehen.

Heute war ich auch noch in einem Stadtteil südlich von uns unterwegs und habe mich in einen kleinen Park gesetzt. Jede Neighborhood hat sowas hier und dort befindet sich meistens ein Outdoor-Gym, viele Bänke und Tische, Toiletten und Sportplätze. Der Park war auf einem kleinen Berg in 봉천 .


Im Park saßen viele alte Menschen, haben Sport gemacht oder miteinander Spiele gespielt. Vormittags wimmelt es da nur so vor Rentnern. Einige der Spiele kannte ich nicht, aber ich habe ein paar Go-Spieler gesehen.

Ansonsten war heute Abend noch Pilates und Gym auf der To-Do Liste. Abends waren wir dann gesund bei Preppers Abendessen und der Tag hat mit einem kurzen Gespräch in der Wohnhauslobby geendet, wo immer ein paar Leute rumsitzen und ein wenig Karten spielen.